Zwischen Dönerpreisen und einer Rolltreppe für Spiekershausen

Bürgermeister-Sprechstunde mit 40 Viertklässlern

„Wie wird man eigentlich Bürgermeister?“ „Welche Sportart magst du?“ „Könntest du nicht die Preise für Döner und Eis in Landwehrhagen senken?“ Mit diesen und vielen weiteren Fragen löcherten 40 Viertklässler der Grundschule Landwehrhagen Bürgermeister Bernd Grebenstein bei ihrem Besuch im Rathaus.

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich im Unterricht derzeit mit Bundesländern und den Ortschaften der Gemeinde Staufenberg. Ein schöner Anlass, Kommunalpolitik einmal direkt vor Ort kennenzulernen.

Eine Stunde lang gingen die Finger kaum herunter. Die Kinder wollten wissen, wie man Bürgermeister wird, wie sein Arbeitsalltag aussieht und ob er traurig ist, dass seine Amtszeit nach zwölf Jahren im kommenden Monat endet. Auf die Frage, ob er Fahrrad fährt, antwortete Grebenstein schmunzelnd: „Ja, aber ohne Akku.“

Besonders anschaulich wurde es beim Thema Finanzen. Als die Kinder wissen wollten, wie viel Geld eine Gemeinde eigentlich ausgibt, erklärte der Bürgermeister: „15 Millionen Euro im Jahr.“ Um diese gewaltige Summe greifbarer zu machen, verglich er sie mit dem Gewicht eines Nilpferds. „Aber ich kann ja kein Nilpferd im Rathaus halten“, scherzte er. Deshalb liegt das Geld natürlich auf der Bank.

Wie Demokratie funktioniert, erlebten die Viertklässler anschließend ganz praktisch. Sie stimmten über Vorschläge ab, die sie selbst mitgebracht hatten. Unter anderem stand die Frage im Raum: Autohaus oder Schwimmbad für Landwehrhagen? Stimmen wurden gezählt und Mehrheiten festgestellt, die teils noch lautstark unterstrichen wurden. Nicht ganz so laut, aber so funktioniert Demokratie.

Neben dem Wunsch, einer Drogerie in Landwehrhagen zu haben bis hin zum Vierstöckigen Einkaufscenter war der kreativste Vorschlag eine Freiluft-Rolltreppe für Spiekershausen. Der Weg am Sonnenhang sei schließlich für Kinderfüße ganz schön steil. Die Idee erntete viel Zustimmung in der Gruppe und brachte auch den Bürgermeister zum Schmunzeln.

Am Ende hatten die Viertklässler noch einen Berufsvorschlag für die Zeit nach dem Rathaus. Er könne doch Lehrer an der Grundschule werden. Schließlich, so die Rechnung der Kinder, wäre der Wechsel vom oft zwölfstündigen Arbeitstag als Bürgermeister zu sechs Unterrichtsstunden am Tag durchaus machbar. Der Vorschlag sorgte für große Freude und einstimmige Zustimmung.

Zum Abschluss erhielt jedes Kind ein Pixi-Buch mit dem Titel „Was macht meine Gemeinde?“. Viele Kinder holten sich noch schnell ein eigenes Autogramm bei Bernd Grebenstein, bevor es wieder zurück in den Klassenraum ging.

Vielen Dank, Herr Grebenstein, für den herzlichen Empfang, den offenen Austausch und die geduldigen Antworten auf die vielen neugierigen Fragen. Ein Vormittag, der gezeigt hat: Demokratie beginnt dort, wo Kinder Fragen stellen und Erwachsene sich Zeit nehmen zuzuhören.

Und tatsächlich hat der Wunsch der Kinder etwas bewegt: Zum Ferienbeginn gibt es HEUTE ab 16.30 Uhr bei Salento jede Kugel Eis für 1 Euro. Zur Auswahl stehen Minze, Kokos, Waldmeister und Zitrone. Damit zeigt sich für die Viertklässler, dass ihre Ideen gehört werden und manchmal sogar ganz schnell Wirklichkeit werden. DANKE Salento für dieses tolle Angebot 💞